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Material-Prototyp: Styropor [KW 25]

Ein Problem, welches die Styropor-Kugeln mit sich bringen, ist ihre Optik und Haptik. Selbst wenn ich das Styropor lackiere, wird die Styropor-Maserung immer zu erkennen sein. Ebenso wird es sich trotz der Lackschicht immer nach Styropor anfühlen.

Oberfläche bearbeiten

Das, was mich am meisten stört ist die Optik. Ich komme einfach nicht darum herum die Styropor-Maserung in irgendeiner Weise zu kaschieren. Die typische Styropor-Optik passt einfach nicht in das visuelle Konzept der Installation. Daher habe ich zuerst versucht mit recht preiswerten Methoden die Optik zu verändern:

1.) Abschleifen

Die naheliegendste Idee war es, das Styropor einfach mit sehr feinem Schleifpapier zu schleifen und anschließend zu lackieren.

Prozess
Das Schleifen ist aufgrund des sehr feinen Staubes extrem unangenehm. Styropor schleifen ist wohl nur mit einem vernünftigen Atemschutz und eventuell sogar einer Schutzbrille zu empfehlen (zumindest, wenn man ein Allergiker ist) …

Ergebnis: Optik
Die Optik im unlackierten Zustand ist eigentlich ganz zufriedenstellend. Wenn man ordentlich genug schleift, sieht man am Ende nichts mehr von der ursprünglichen Maserung. Lackiert sieht es allerdings nicht mehr so schön aus, da die aufgeraute Oberfläche nicht sehr gleichmäßig wirkt.

Ergebnis: Haptik
K.O. Kriterium! Es entsteht keine glatte Oberfläche mehr. Die aufgeraute Oberfläche lässt sich nicht restlos von Staubresten befreien, sodass eine raue und poröse Haptik entsteht, die auch nach dem Lackieren noch vorhanden ist. Dadurch hinterlässt das Styropor beim Anfassen kleine farbige Krümel an den Händen… äußerst unangenehm.

2.) Mit Reparatur-Spachtel bestreichen

Die nächste Idee ist es, die Oberfläche mit etwas zu bestreichen, was sich in die Poren des Styropors setzen kann und somit die Maserung nivelliert. Da ich noch eine Tube Reparatur-Spachtel offen hatte, habe ich es für’s Erste damit probiert.

Prozess
Das Einschmieren ist relativ zeitintensiv, da sich der Spachtel nur mühsam verteilen lässt. Außerdem müssen die kleinen Erhebungen auf der Oberfläche trotzdem abgeschliffen werden, da sie durch die Spachtel-Schicht durchkommen (Beziehungsweise würden sie eine wesentlich dickere Schicht Spachtelmasse erfordern, was ich aber aus Zeit- und Materialgründen vermeiden möchte. Außerdem birgt eine dickere Schicht die Gefahr, dass zu ungenau gearbeitet wird und sich Schlieren/Kerben in der dicken Schicht bilden.)

Ergebnis: Optik
Sofern die Spachtelmasse nicht zu dick und nicht zu dünn aufgetragen wurde und die kleinen Hervorhebungen abgeschliffen sind, ist das Ergebnis eigentlich sehr zufriedenstellend. Werden die Hervorhebungen nicht abgeschliffen, sind diese durch die Spachtelschicht zu erkennen.

3.) Mit einem Ballon beziehen

Da ich keine Person mit einer Tiefziehmaschine (beziehungsweise um genau zu sein mit Thermoformen) kenne und auch hier im Umkreis kein Fablab oder ähnliches mit einer solchen Maschine gefunden habe, kam ich auf die Idee einfach Ballonhaut über das Styropor zu ziehen…

Prozess
Mit den kleinen Ballons, die ich zur Hand hatte macht das Beziehen definitiv keinen Spaß, da der Ballon andauernd abrutscht. Es funktioniert nicht und ist sowieso voll die blöde Idee gewesen…

Ergebnis: Optik
Nicht nur der Prozess hat mehr Frust als Freude verursacht, auch das Ergebnis lässt sehr zu wünschen übrig. Mit vorher geschliffener Oberfläche sieht das Ganze geschwürartig aus, mit ungeschliffener Oberfläche sieht es aus wie Styropor, das mit einem Ballon bezogen hat. Nicht zu empfehlen.

Weiteres Vorgehen

Da die Bauspachtel-Variante bisher die vielversprechendste ist, werde ich das gleiche nochmal mit Acryl probieren. Das sollte wesentlich einfacher zu verteilen sein und ein ähnliches Ergebnis erzielen.

Löcher in Styropor bohren

Die Löcher, durch die die Rohre geführt werden, bohre ich mit einem Bohrkronenenaufsatz für Holz und einem Akku-Schrauber. Ich habe vorab an einem Styropor-Reststück verschiedene Bohr-Methoden getestet (schnelle/langsame Drehung, Bohrkrone erhitzt/nicht erhitzt). Das beste Ergebnis hat eine schnelle Umdrehung mit einer erhitzten Bohrkrone erzielt. Bei der langsamen Drehung ist das Styropor sehr stark ausgefranst. Die erhitzte Krone hat das Ausfransen noch einmal mehr verhindert.

Legende: s = schnelle Umdrehung, l = langsame Umdrehung, gelb = Bohrkrone erhitzt, schwarz = Bohrkrone nicht erhitzt.

In die gebohrten Löcher sollen Stücke des 25mm Stangenrohres geklebt werden um das Loch bei mechanischer Beanspruchung vor dem Einreißen zu schützen. Die kleinste Bohrkrone, die ich im Keller gefunden habe, ist allerdings 2mm größer als das Rohr. Da ich nicht gewillt bin eine passende Bohrkrone zu kaufen, werde ich den Zwischenraum mit Klebespachtel (der auch zum Verkleben von Stuckleisten aus Styropor genutzt wird) ausfüllen. Den Klebespachtel hätte ich sowieso gekauft um die beiden Kugelhälften nahtlos miteinander zu verkleben.

Zwischenfazit zur Lackierung

Für ein deckendes Ergebnis müssen zwei Lackschichten aufgetragen werden. Aber auch damit wird die 150ml Dose Lackspray voraussichtlich für beide Kugelhälften (⌀ 25cm) reichen.

TODO: Material kaufen
– Acryl-Dichtstoff
– Klebespachtel (Styropor-geeignet)

– gefärbte Latexmilch oder Latexmilch und Farbpigmente

TODO – Besorgung

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