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Kugeln: Löcher bohren & Acryl + Latex testen [KW27]

Die Styropor-Kugeln sollen für eine gummartige Optik und Haptik mit einer Schicht aus Latexmilch überzogen werden. Da diese allerdings sehr empfindlich auf mechanische Beanspruchung reagiert, sollte die Kugel möglichst vor dem Latex-Anstrich „fertig bearbeitet“ sein, sprich: Löcher gebohrt, Hälften zusammengeklebt und Styropormaserung geebnet. Daraus ergibt sich grob folgendes Vorgehen:

1. In beide Kugelhälften Löcher bohren (gegenüberliegend)
2. Die kleinen Erhebungen auf der Styroporoberfläche abschleifen
3. Die gesamte Oberfläche mit Acryl ebnen (in mehreren Schichten)
4. Die 25er-Rohrstücke als Schutz vor möglichem Ausreißen mit Styroporkleber in die zuvor gebohrten Löcher einkleben (und ggf. den Hohlraum zwischen Bohrloch und Rohr mit Kleber ausfüllen)
5. Die Kugelhälften mit Styroporkleber zusammenkleben (Kleber vermutlich in mehreren Schichten auftragen)
6. Gegebenenfalls durch das Acryl und den Kleber entstandene Erhebungen abschleifen
7. Latexschicht auftragen (vermutlich auch mehrere Schichten …)
8. Kugel mit Babypuder einreiben um Verletzungen des Latex zu verhindern, wenn diese sich berühren

Vorgehen um die Styropor Kugeln zu bearbeiten

1.) Löcher bohren

Ich habe die Löcher (nachdem ich es an einer Probekugel bereits getestet hatte) alle auf der Naht der zwei Kugelhälften gebohrt. So konnte ich die Mitte relativ einfach an den offenen Halbkugeln ausmessen. Ich hoffe nicht, dass diese Entscheidung die Stabilität / Belastbarkeit der Kugeln beeinträchtigt…

Bei den ersten Löchern habe ich die Bohrkrone vor jeder Bohrung noch erhitzt. Nach der Hälfte der Kugeln und diversen Verbrennungen an den Fingerkuppen habe ich das aber seingelassen – die Löcher waren danach zwar etwas ausgefranster aber das Bohren ging wesentlich schneller. Da die Löcher später sowieso mit Styroporkleber verjüngt werden müssen, kann ich diese kleinen Unregelmäßigkeiten in Kauf nehmen.

Ganz wichtig nach dem Styroporbohren: Staubsaugen…

2-3.) Unebenheiten mit Acryl ebnen

Das Auftragen des Acryls funktioniert sehr gut, es lässt sich gut verteilen und mit feuchten Fingern auch ebnen. Gefühlt hat der Bauspachtel die Poren zwar besser geschlossen, das lag aber vermutlich an seiner härteren Konsitenz. Das Auftragen des Acryls geht definitiv schneller und bringt augenscheinlich ein ähnlich gutes Ergebnis. Ggf. werden mehrere Schichten notwendig sein.

8.) Haftung von Latex auf Acrylschicht testen

Latex auf ausgehärtetem Acryl klappt gut (nicht so wie auf Silikon…). Auftragen mit Lack-Rolle klappt auch sehr gut aber die Rolle lässt sich schlecht bis gar nicht säubern.

Auf dem Bild sieht man den Farbunterschied von frisch aufgetragenem Latex (hellblau) und bereits getrocknetem Latex (dunkelblau). Die Farbpigmente dunkeln beim Trocknen wirklich nochmal ein gutes Stück nach.

Das Latex war auch nach einer Woche im Einmachglas noch flüssig und kein bisschen eingetrocknet. Nur die Farbpigmente haben sich etwas abgesetzt, was aber nach einmal Umrühren kein Problem mehr war.

Note to self

TODO:
Hält die Acrylschicht eher mechanischer Belastung stand, als die bloße Styroporschicht? (Mit Fingernagel ins Acryl einstechen)

TODO:
Acrylschichten im Akkord auf allen Kugelhälften !

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